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Heatmap

Eine Heatmap ist eine Karte mit farblichen Abstufungen, auf der erkenntlich wird, wie Besucher auf einer Website klicken, scrollen und verweilen.

Was bedeutet Heatmap?

Die Heatmap, zu Deutsch Wärmebildkarte, macht sichtbar, wie sich Besucher auf der Website verhalten. Durch farbliche Stufen – viel Aktivität ist rot und orange, wenig Aktivität blau oder farblos – entsteht ein verständlicher Eindruck davon, was auf einer Seite wahrgenommen und genutzt wird und was ins Leere läuft.

Es gibt unterschiedliche Heatmaps:

Klick-Heatmaps zeigen, worauf Besucher klicken.

Scroll-Heatmaps machen sichtbar, wie weit sie scrollen und wo sie stoppen.

Bewegungs-Heatmaps verfolgen, wie sich der Mauszeiger bewegt.

Wo hat die Heatmap ihren Ursprung?

Die Technik, Daten durch Farbverläufe verständlich zu machen, wird in der Wissenschaft, besonders in der Kartografie, schon lange genutzt. In den 2000er-Jahren wurde die Heatmap zunehmend auch für Webanalysen herangezogen. Mithilfe spezialisierter Werkzeuge konnte das Verhalten von Besuchern aufgezeichnet und visuell zusammengefasst werden. Die Heatmap ergänzte die nackten Zahlen der klassischen Analyse mit sofort verständlichen Darstellungen.

Warum ist die Heatmap wichtig?

Wenn Zahlen zeigen, dass Besucher abspringen, zeigt die Heatmap oft, wo die Ursachen liegen könnte. Anders als abstrakte Zahlen zeigt sie konkretes Verhalten. Sie deckt auf, ob wichtige Inhalte überhaupt gelesen werden, ob Besucher bis zum CTA hinunterscrollen oder ob sie auf Elemente klicken, die gar nicht klickbar sind. Diese Erkenntnisse können deutliche Ansatzpunkte für Website-Optimierungen liefern, die in reinen Zahlen möglicherweise verborgen geblieben wären.

Vorteile

  • Heatmaps machen das Nutzerverhalten anschaulich und verständlich.
  • Sie liefern greifbare Hinweise auf Probleme und Chancen.
  • Die Heatmaps liefern eine gute Grundlage um Optimierungspotenziale nachvollziehbar zu begründen.

Herausforderungen

Die Heatmap zeigt zwar, was Website-Besucher tun, aber nicht, warum. Die Deutung der Handlungen bleibt Spekulation. Aussagekräftige Bewertungen des Nutzerverhaltens lassen sich nur mit ausreichendem Besucherstrom treffen. Überdies unterscheidet sich das Verhalten je nach Gerät und Bildschirmgrößen, weshalb Smartphone und Computer getrennt betrachtet werden sollten.

Wichtig: Die Aufzeichnung von Nutzerverhalten muss datenschutzkonform erfolgen.

Beispiel

Trotz vieler Besuche wundert sich ein Unternehmen über wenige Anfragen. Die Analyse der Scroll-Heatmap zeigt, dass die wenigsten Besucher bis zum Kontaktformular scrollen. Die meisten steigen aus, bevor sie das Formular am Seitenende sehen.

Nach der Platzierung des Formulars weiter oben auf der Seite steigt die Zahl der Anfragen spürbar, da das Angebot nun dort zu finden ist, wo Besucher tatsächlich hinschauen.