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First-Party-Daten

First Party Daten sind die Informationen, die ein Unternehmen selbst und direkt von seinen Kunden erhebt – selbstverständlich mit ihrer Einwilligung.

Was bedeutet First-Party-Daten?

First-Party-Daten sind Informationen, die aus dem direkten Kontakt mit der eigenen Kundschaft sowie anderen Nutzern gewonnen werden. Das können Newsletter-Anmeldungen, Anfragen über ein Formular, Kaufhistorien, Nutzerverhalten auf der Website oder Angaben aus Kundengesprächen sein.

Der Begriff grenzt sich von Daten Dritter ab. Second-Party-Daten sind First-Party-Daten eines anderen Unternehmens, die beispielsweise über eine Partnerschaft zur Verfügung gestellt werden. Third-Party-Daten werden von spezialisierten Anbietern erhoben und weiterverkauft.

First-Party-Daten stammen aus erster Hand. Das Unternehmen weiß, wo sie herkommen, hat sie selbst erhoben und ist dafür auf keine fremden Datenquellen angewiesen.

Wo haben First-Party-Daten ihren Ursprung?

Daten aus Kundenkontakten sind nichts Neues, Kundenkarteien und Profile gab es schon immer. Ab den späten 2010er-Jahren gewannen First-Party-Daten mit dem Aufkommen strengerer Datenschutzgesetze und der zunehmenden Einschränkung von Third-Party-Cookies durch Browser an Bedeutung.

Beides erschwerte die Nutzung fremder Daten zunehmend, sodass selbst erhobene Datensätze stärker in den Fokus rückten.

Warum sind First-Party-Daten wichtig?

First-Party-Daten können eine besonders wertvolle und zuverlässige Grundlage für datengetriebenes Marketing sein. Im Gegensatz zu gesammelten Fremddaten stammen sie direkt aus der Beziehung mit den eigenen Kunden und Nutzern. Sie können tatsächliches Verhalten und direkt vom Nutzer bereitgestellte Informationen abbilden.

First-Party-Daten reduzieren die Abhängigkeit von Cookies Dritter, fremden Datenlieferanten und den Regeln der Plattformen.

Vorteile

  • First-Party-Daten bieten eine direkte und häufig qualitativ hochwertige Datengrundlage.
  • Sie machen Unternehmen unabhängiger von Cookie-Blockaden und fremden Datenlieferanten.
  • Sie bilden eine Grundlage für personalisierte Ansprache.

Herausforderungen

Der Aufbau eigener Datenbestände braucht Zeit und Anreize, sodass Personen bereit sind, ihre Daten abzugeben. Die Erhebung, Speicherung und Nutzung der Daten muss Datenschutzvorgaben erfüllen – Sorgfalt und klare Prozesse sind das Gebot.

Überdies müssen die Daten sauber gepflegt und sinnvoll zusammengeführt werden, damit aus den vielen Einzelinformationen ein nutzbares Gesamtbild entsteht.

Beispiel

Ein Onlinehändler hat sich jahrelang für seine Werbung auf Fremddaten gestützt. Als deren Nutzung zunehmend eingeschränkt wurde, baute er stattdessen einen eigenen Kundenstamm auf, mithilfe von Newsletter-Anmeldungen, Kundenkonten und Rückmeldungen aus Befragungen.

Durch die gewonnene Datenbasis ist es ihm möglich, Bestandskunden gezielt anzusprechen und dabei deutlich weniger von Drittanbieter-Cookies abhängig zu sein.