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Remarketing / Retargeting

Ein Website-Besucher schaut sich etwas an, aber kauft nichts? Zeig ihm mit Remarketing das Produkt erneut.

Was bedeutet Remarketing?

Remarketing, oft gleichgestellt mit dem Begriff Retargeting, bezeichnet die erneute Ausspielung von Werbeanzeigen an einen Menschen, der bereits Kontakt mit einer Website hatte, aber die gewünschte Handlung nicht abgeschlossen hat.

Entweder hat er sich ein Produkt angeschaut, aber nicht gekauft, oder eine Leistungsseite begutachtet, aber keine Anfrage gestellt. Dann wird er auf anderen Websites oder in den sozialen Medien erneut mit einer passenden Werbeanzeige angesprochen.

Beim klassischen websitebasierten Retargeting ist dafür in der Regel eine entsprechende Einwilligung erforderlich, sodass der Besucher später wiedererkannt werden kann.

Verfolgt Sie auch manchmal das Bild eines Produkts durch das Netz? Dann sind auch Sie vermutlich schon einmal Ziel von Retargeting geworden.

Wo hat Retargeting seinen Ursprung?

Retargeting entwickelte sich in den späten 2000er- und den 2010er-Jahren weiter, als sich Website-Besucher durch Cookies wiedererkennen und gezielter ansprechen ließen. Es entwickelte sich schnell zu einer wichtigen Form digitaler Werbung, da Personen angesprochen werden konnten, die bereits Interesse gezeigt hatten. Mit strengeren Datenschutzregeln und zunehmenden Einschränkungen beim Tracking durch Browser ist Remarketing schwieriger geworden. Das Grundprinzip bleibt jedoch bedeutsam.

Warum ist Remarketing wichtig?

Nicht alle, die ein Produkt das erste Mal sehen, kaufen es auch sofort. Manche informieren sich, manche vergleichen, ganz andere verschieben die Entscheidung und kehren nie wieder zurück.

Remarketing greift dieses Interesse wieder auf, bevor der erste Kontakt verpufft. Wer sich so an bereits einmal Interessierte richtet, kann wirksamere und auch kostengünstigere Werbung am Start haben, als wenn sie sich an völlig unbekannte Menschen richtet.

Vorteile

  • Remarketing spricht bereits interessierte Menschen an und kann dadurch wirksamer und kostengünstiger sein als Werbung an Unbekannte.
  • Es kann verlorenes Interesse wieder aufgreifen.
  • Retargeting hält ein Unternehmen während längerer Entscheidungsphasen präsent.
  • Es lässt sich zudem steuern – etwa nur auf Menschen, die eine bestimmte Seite gesehen, aber die gewünschte Handlung nicht abgeschlossen haben.

Herausforderungen

Remarketing setzt beim klassischen websitebasierten Retargeting in der Regel voraus, dass die Besucher der Nachverfolgung zugestimmt haben, was nicht immer der Fall ist. Wird ein Kontakt zu häufig oder zu lange mit Werbeanzeigen bombardiert, können diese schnell als aufdringlich empfunden werden und den potenziellen Kunden verärgern. Außerdem besteht die Gefahr, dass Personen angesprochen werden, die bereits gekauft oder angefragt haben, was Budget verschwendet.

Beispiel

Ein Interessent besucht die Seite eines Anbieters von Industriekompressoren und sieht sich ein bestimmtes Modell an. Kurz darauf geht er wieder, ohne eine Anfrage getätigt zu haben.

In den Folgetagen begegnet ihm auf einem Fachportal eine dezente Werbung dieses Anbieters, die ihn an das Modell und dessen Nutzen erinnert.

Als sein Betrieb nun in die Entscheidungsphase kommt, ist der Anbieter durch seine wiederholte Präsenz im Gedächtnis geblieben. Die Chance besteht, dass nun eine Anfrage kommt, die beim ersten Besuch ausgeblieben ist.