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Targeting

Targeting bezeichnet das gezielte Ausspielen von Werbung an eine bestimmte Zielgruppe, anstatt sie wahllos an ein breites Publikum auszuspielen.

Was bedeutet Targeting?

Targeting, zu Deutsch Zielgruppenansprache, ist die Fokussierung einer Anzeige auf Personen, für die diese möglichst relevant ist. Alternativ könnte man die Anzeige wahllos an ein breites Publikum ausspielen, wobei die wenigsten Interesse daran haben würden.

Für das Targeting werden Empfänger mittels verschiedener Kriterien eingegrenzt, darunter demografische Merkmale wie Alter oder Beruf, geografische Daten wie der Standort, konkrete Interessen und Verhaltensweisen, verwendete Geräte oder das Surfverhalten.

Je nach Kanal stehen für das Targeting verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So richtet sich Suchmaschinenwerbung stark nach eingegebenen Suchbegriffen und Suchabsichten, während soziale Netzwerke zusätzlich umfangreiche Zielgruppen-, Interessen- und Verhaltenssignale nutzen.

Wo hat Targeting seinen Ursprung?

Werbung zielgerichtet zu schalten, ist nichts Neues. Bereits in den klassischen Medien wurde beispielsweise ein bestimmtes Magazin gewählt, um eine Zielgruppe mit einem speziellen Interesse zu erreichen.

Ab den 2000er-Jahren wurde die Zielgruppenansprache weitaus gezielter, da nun einzelne Verhaltensmuster und Merkmale berücksichtigt werden konnten. Mit strengeren Datenschutzregeln und zunehmend eingeschränkten Möglichkeiten zur Nachverfolgung veränderte sich das Targeting in den 2020er-Jahren zunehmend zugunsten datenschutzfreundlicherer Methoden.

Warum ist Targeting wichtig?

Targeting sorgt dafür, dass Budget dort ankommt, wo es möglichst wirksam eingesetzt werden kann. Wer Werbung an alle richtet, zahlt für Kontakte, die nicht zwangsläufig zu Kunden werden. Targeting reduziert diesen Streuverlust. Budget wird konzentriert für Personen aufgewendet, die eine hohe Passung und Aussicht auf Erfolg haben.

Speziell für kleinere und mittelständische Unternehmen mit begrenztem Budget zählt jeder Euro. Mit gutem Targeting können Werbemaßnahmen gezielt gebündelt werden und so auch gegen größere Wettbewerber bestehen.

Vorteile

  • Targeting reduziert Streuverluste.
  • Es lenkt Budget auf passendere Kontakte, wodurch die Kosten pro Anfrage sinken können.
  • Unternehmen können gezielt dort auftreten, wo ihre Zielgruppe aktiv ist.

Herausforderungen

Ein eng gefasstes Targeting kann die Reichweite begrenzen, sodass zu wenige Personen erreicht werden. Andersherum verschenkt ein zu weit gefasstes Targeting die Vorteile einer geschärften Zielgruppenansprache. Für optimale Performance sollte das Targeting stetig analysiert und optimiert werden.

Hinzu kommt, dass Datenschutzregeln und eingeschränkte Trackingmöglichkeiten die verfügbaren Daten und damit manche Formen des Targetings begrenzen.

Beispiel

Ein regionaler Anbieter von Betriebseinrichtungen möchte neue Kunden gewinnen, allerdings ist er nicht bereit, viel Budget in die Hand zu nehmen. Statt breit und überregional zu werben, baut er seine Anzeigen gezielt auf Geschäftsführer und Einkaufsverantwortliche produzierender Betriebe im Umkreis von 80 Kilometern auf.

Die Reichweite mag zwar kleiner sein, aber ein deutlich größerer Anteil der erreichten Kontakte passt ins gesetzte Kundenprofil. Die Zahl qualifizierter Anfragen steigt, obwohl nur wenige Personen die Anzeige gesehen haben.