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User Generated Content (UGC)

User Generated Content sind Inhalte, die von Kunden und Nutzern erstellt wurden.

Was bedeutet User Generated Content?

User Generated Content (UGC), zu Deutsch nutzergenerierte Inhalte, umfasst alles, was Kunden oder Nutzer über ein Unternehmen veröffentlichen. Das Unternehmen hat mit der Erstellung der Inhalte nichts oder nur indirekt zu tun.

Zu gängigen Formen von User Generated Content gehören Bewertungen, Erfahrungsberichte, Fotos, Videos, Beiträge in den sozialen Medien, Kommentare, Forenbeiträge oder Anwendungsbeispiele.

Der Unterschied zum klassischen Marketing liegt im Absender. Nicht das Unternehmen spricht über sich, sondern eine unabhängige Person. Das verleiht den Inhalten eine Glaubwürdigkeit, die klassische Eigenwerbung nur schwer erreicht.

Wo hat User Generated Content seinen Ursprung?

Mit dem sogenannten Mitmach-Web gewann nutzergenerierter Content ab den 2000er-Jahren an Bedeutung. Plattformen wie Bewertungsportale, soziale Netzwerke oder Videoplattformen animierten Personen dazu, eigene Inhalte oder Meinungen öffentlich zu teilen.

Für Unternehmen entwickelte sich daraus ein fester Bestandteil des digitalen Marketings, der Einfluss auf Kaufentscheidungen nehmen kann.

Warum ist UGC wichtig?

Menschen schenken den Erfahrungen anderer Menschen häufig mehr Vertrauen als der Werbung eines oftmals gesichtslosen Unternehmens. UGC macht dieses Vertrauen untereinander nutzbar. Echte Stimmen und Inhalte Dritter können glaubwürdig vermitteln, wie ein Angebot in der Praxis wahrgenommen und genutzt wird. Dieser Social Proof senkt die Unsicherheit und kann mehr Einfluss auf die Entscheidung haben als eine Hochglanzkampagne.

Hinzu kommt ein praktischer Nutzen: UGC liefert authentisches Material, das für eine ganze Reihe von Maßnahmen genutzt werden kann. Zugleich fördert nutzergenerierter Content die Präsenz einer Marke, da viele Inhalte automatisch die Sichtbarkeit im Netz erhöhen.

Vorteile

  • Nutzergenerierte Inhalte wirken häufig glaubwürdiger als Eigenwerbung.
  • Sie senken die Unsicherheit vor einer Entscheidung.
  • Sie liefern authentisches Material zu geringen Kosten.
  • Sie stärken die Präsenz im Netz.
  • User Generated Content bindet Nutzer aktiv ein, was die Verbundenheit mit der Marke erhöhen kann.

Herausforderungen

Unternehmen haben kaum bis keine Kontrolle über nutzergenerierte Inhalte. Auch kritische und negative Beiträge gehören dazu und müssen berücksichtigt werden.

Wer nutzergenerierte Inhalte weiterverwenden möchte, muss die entsprechenden Rechte klären und gegebenenfalls um Erlaubnis bitten. UGC entsteht nicht allein, es braucht häufig einen Anstoß oder einen Anlass, damit Kunden im Sinne des Unternehmens aktiv werden.

Beispiel

Ein Hersteller von Werkstattausrüstung bittet seine zufriedenen Kunden, Fotos ihrer Werkstatt mit den installierten Geräten zu teilen. Einige Handwerksbetriebe melden sich zurück und liefern Material.

Der Hersteller veröffentlicht dieses mit Einverständnis auf der Website und in den sozialen Netzwerken. Interessenten erkennen, wie die Produkte im echten Einsatz aussehen, was mehr überzeugt als ein Foto aus dem Studio.

Die authentischen Fotos erhöhen das Vertrauen und bringen Anfragen von Unternehmen, die sich in den Beispielen wiedererkennen.