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Black Hat SEO

Black Hat SEO bezeichnet Manipulationstechniken, die gegen die Spamrichtlinien der Suchmaschinen verstoßen.

Was bedeutet Black Hat SEO?

Black Hat SEO umfasst Optimierungsmethoden, die gegen Spamrichtlinien verstoßen und Suchmaschinen gezielt zugunsten einer Website manipulieren sollen, um bessere Rankings zu erschleichen statt zu verdienen.

Der Sammelbegriff steht dabei für eine ganze Reihe an Techniken, darunter:

Link-Spam: künstlicher Aufbau von Rankingsignalen durch gekaufte, getauschte oder anderweitig manipulativ erzeugte Backlinks

Versteckter Text: Inhalte, die gezielt vor Menschen verborgen werden, damit Suchmaschinen zusätzliche Keywords oder Informationen erfassen

Keyword-Stuffing: unnatürliche Anhäufung und Wiederholung von Suchbegriffen

Cloaking: die Anzeige unterschiedlicher Inhalte für Nutzer und Crawler mit dem Ziel, Suchmaschinen zu manipulieren

Scaled Content Abuse: massenhafte Erstellung oder Zusammenstellung von Inhalten ohne echten Mehrwert, um Rankings zu manipulieren

Dem schwarzen Hütchen gegenüber steht der Held: White Hat SEO, die Optimierung im Rahmen der Regeln, die auf echten Mehrwert setzt.

Black Hat SEO kann durchaus funktionieren, riskiert aber Abstrafungen oder im schlimmsten Fall den Ausschluss aus den Suchergebnissen, ganz zu schweigen von einem möglichen Vertrauensverlust bei den Nutzern.

Wo hat der Begriff Black Hat SEO seinen Ursprung?

Das Begriffspaar Black Hat und White Hat greift eine bekannte Bildsprache alter Western auf, in denen Schurken häufig schwarze und Helden weiße Hüte trugen. Die Computerszene übernahm diese Unterscheidung für Hacker und Sicherheitsforscher. Später fand das Begriffspaar auch seinen Weg ins SEO. Zur selben Zeit begann Google, Manipulationsversuche immer systematischer zu bekämpfen. Große Schritte dahingehend waren die Panda- und Penguin-Updates ab 2011, die den Wilden Westen zunehmend ungemütlicher für solche dubiosen Tricks machten.

Warum ist Black Hat SEO wichtig?

Nun, es ist nicht wichtig, aber gut darüber Bescheid zu wissen. Wer eine Agentur oder einen Freelancer beauftragt, sollte auf gewisse Muster achten. Garantierte Platzierungen, hunderte Backlinks innerhalb weniger Wochen, billige Pauschalpakete oder Geheimniskrämerei über die eingesetzten Methoden können Warnhinweise sein. Zu wissen, was gegen die Richtlinien verstößt, ist wichtig, denn die Folgen treffen am Ende vor allem die Website des Kunden – unabhängig davon, wer die Maßnahmen umgesetzt hat.

Vorteile

  • Manipulative Methoden können Rankings kurzfristig schneller steigern als regelkonforme Optimierung.
  • Wer die Methoden kennt, erkennt unseriöse Angebote von Agenturen und Freelancern frühzeitig.
  • Das Wissen hilft, Altlasten auf übernommenen Websites aufzuspüren und gezielt zu bereinigen.
  • Die Abgrenzung zu White Hat SEO schärft den Blick dafür, welche Maßnahmen dauerhaft tragen.

Herausforderungen

Die Optimierung von Websites ist voller Grauzonen und nicht jede aggressive Taktik ist verboten.

Grenzen und konkrete Richtlinien entwickeln sich mit neuen Techniken weiter, demnach sollte man immer up to date sein.

Wer eine Website übernimmt oder den Dienstleister wechselt, sollte Altlasten früherer Maßnahmen aufspüren und bereinigen – Fachwissen ist hierfür von Vorteil. Und es braucht Disziplin, dem Reiz schneller Ergebnisse zu widerstehen, auch wenn andere damit durchkommen. Schnelle Ergebnisse lassen sich mit SEA jedenfalls deutlich verlässlicher steuern als mit SEO.

Beispiel

Ein mittelständisches Unternehmen bucht das „Super-Spar-SEO-Komplettpaket“ mit 500 Backlinks für 99 Euro im Monat.

Einige Monate läuft alles wie am Schnürchen. Dann erkennt Google das Linknetzwerk und die künstlich aufgebauten Rankingvorteile brechen weg. Auch die Website verliert dadurch einen Großteil ihrer Sichtbarkeit, im schlimmsten Fall sogar für den eigenen Firmennamen. Die Bereinigung und der Wiederaufbau des verlorenen Vertrauens kosten sodann ein Vielfaches des vermeintlichen Schnäppchens.