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Native Advertising

Native Advertising ist Werbung, die sich in Gestaltung, Form und Inhalt an ihr Umfeld anpasst und dadurch wie ein natürlicher Bestandteil davon erscheint.

Was bedeutet Native Advertising?

Native Advertising, wörtlich etwa „native“ oder „eingebettete Werbung“, ist eine bezahlte Anzeige, die bewusst in Gestaltung und Tonfall an das Umfeld angepasst ist, in dem sie erscheint.

Sie kann wie ein regulärer Artikel, Beitrag oder Empfehlungstext aussehen und fügt sich möglichst nahtlos in die jeweilige Plattform ein. Typische Platzierungen sind auf Nachrichtenseiten oder in Empfehlungen am Ende von Beiträgen.

Die Idee dahinter ist, dass die Werbung nicht als störender Fremdkörper wahrgenommen und dadurch eher beachtet wird. Damit diese Anpassung an normale Inhalte nicht zur Täuschung wird, muss der Werbecharakter klar und eindeutig gekennzeichnet sein.

Wo hat Native Advertising seinen Ursprung?

Das Prinzip ist nichts Neues. Im Print sind redaktionell gestaltete Anzeigen, sogenannte „Advertorials“, in Zeitungen und Zeitschriften schon lange bekannt.

Im digitalen Zeitalter gewann Native Advertising innerhalb der sozialen Medien in den 2010er-Jahren an Bedeutung. Hier betteten sich die Anzeigen in Feeds und Beiträge ein.

Mit der wachsenden Verbreitung solcher Formate rückte auch die klare Kennzeichnung und Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten stärker in den Fokus.

Warum ist Native Advertising wichtig?

Mit der Flut an Werbung haben Menschen gelernt, sie auszublenden. Dieser Werbeblindheit begegnet Native Advertising, indem es sich in die Inhalte einfügt, die Nutzer sowieso konsumieren.

Es kann dort Aufmerksamkeit gewinnen, wo klassische Werbeformate leichter ausgeblendet werden, und Werbebotschaften in einem fachlich passenden oder redaktionell geprägten Umfeld platzieren. Gut gemacht kann Native Advertising sogar Mehrwert stiften, zum Beispiel durch lesenswerte Beiträge oder eine passende Empfehlung.

Vorteile

  • Native Advertising kann Aufmerksamkeit in einem redaktionell geprägten oder fachlich passenden Umfeld gewinnen.
  • Bei echtem inhaltlichen Mehrwert kann es eher als hilfreich statt als störend empfunden werden.
  • Es kann die Marke als kompetent positionieren.
  • In fachlich passenden Umfeldern kann es stärker beachtet werden als klassische, deutlich abgesetzte Werbeformate.

Herausforderungen

Die Kennzeichnung muss klar erfolgen. Wer sie hingegen verschleiert, riskiert rechtliche Folgen und womöglich auch einen Vertrauensverlust gegenüber den Nutzern.

Zudem funktioniert Native Advertising nur mit gutem und relevantem Inhalt. Ein inhaltsleerer Werbetext enttäuscht und schadet mehr, als dass er nutzt.

Beispiel

Ein Anbieter von Betriebssoftware platziert einen gesponserten und als solchen gekennzeichneten Beitrag mit dem Titel „Fünf Wege, ungeplante Stillstände zu reduzieren“ auf einem Fachportal für Fertigungsleiter. Der Artikel bietet fachlichen Nutzen und erwähnt nur beiläufig die eigene Lösung.

Nutzer erkennen in dem Beitrag Mehrwert und empfinden ihn als hilfreich. Darüber hinaus positioniert sich der Anbieter als kompetenter Ansprechpartner und schafft damit die Grundlage dafür, dass aus dem ein oder anderen Leser später ein Kunde wird.