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Customer Journey

Vom ersten Kontakt bis zur Entscheidung und darüber hinaus – das ist die Customer Journey.

Was bedeutet Customer Journey?

Die Customer Journey, zu Deutsch Kundenreise, beschreibt den Weg eines Kunden entlang aller Touchpoints mit einem Unternehmen, von der ersten Wahrnehmung einer Marke über den Kauf bis hin zu Aftersales und erneutem Kontakt. Sie umfasst alle Berührungspunkte in ihrer zeitlichen Abfolge, online wie offline.

Zur Vereinfachung kann die Customer Journey beispielsweise in Phasen unterteilt werden:

Ein Bedarf wird geweckt.

Die Lösung wird recherchiert.

Anbieter werden verglichen.

Eine Entscheidung fällt.

Der Kauf.

Und der erneute Kontakt.

Im Kern beschreibt die Kundenreise, dass die Kaufentscheidung kein einzelner Moment ist. Vielmehr ist sie das Ergebnis einer ganzen Reihe von Berührungspunkten. Wer das versteht, kann sie an den richtigen Stellen für sich nutzen.

Wo hat die Customer Journey ihren Ursprung?

Die Vorstellung von Kaufphasen, dem Weg von der Aufmerksamkeit zur Handlung, ist bereits mehr als hundert Jahre alt.

Im digitalen Zeitalter gewann das Konzept der Reise mit all ihren Stationen zusätzlich an Bedeutung, als sich Wege über Suchmaschinen, Websites, soziale Netzwerke und E-Mail besser nachvollziehen ließen. Seitdem wurde noch deutlicher sichtbar, wie verstrickt und mehrstufig moderne Kaufentscheidungen verlaufen.

Warum ist die Customer Journey wichtig?

Die Customer Journey erweitert den Blick, denn wenn man nur auf den letzten Schritt schaut, versteht man die Entscheidung nicht und investiert womöglich an der falschen Stelle.

Sie macht deutlich, dass eine Anfrage oft das Ergebnis eines Fachartikels ist, der Monate zuvor gelesen wurde. Diese Erkenntnis hilft Unternehmen, in jeder Phase passende Inhalte und Angebote bereitzustellen, die den potenziellen Kunden in die richtige Richtung schicken.

Vorteile

  • Das Modell schafft Verständnis dafür, wie Kaufentscheidungen wirklich entstehen.
  • Es deckt auf, an welchen Stellen der Reise Menschen abspringen oder was ihnen fehlt.
  • Es hilft, Marketing über alle Phasen hinweg abzustimmen, statt einzelne Kanäle isoliert zu betrachten.

Herausforderungen

Die Kundenreise ist selten linear. Menschen springen zwischen Phasen, unterbrechen, drehen um und beginnen von vorne. Eine saubere Nachverfolgung kann daher schwer sein.

Offline-Kontakte auf Messen oder über Telefonate lassen sich häufig schwieriger vollständig in die digitale Messung einbeziehen.

Zudem sind die Reisen je nach Kunde unterschiedlich, sodass ein Standardmodell selten die Realität widerspiegelt.

Beispiel

Ein technischer Leiter flaniert über eine Fachmesse und hört dabei von einem Anbieter. Wochen später liest er einen Fachbeitrag auf dessen Website. Interessiert folgt er dem Anbieter auf LinkedIn. Nach drei Monaten fordert er ein Angebot an.

Wer nur die Angebotsanfrage registriert, hält das Anfrageformular für ausschlaggebend, obwohl die Messe, der Fachbeitrag und der Social-Media-Auftritt den Weg bereiteten.